Rechtliche Hinweise

In diesem Bereich finden Sie folgende rechtliche Hinweise

  • Grundsätze für die Ausführung von Anlageentscheidungen (Best Execution Policy)
  • Grundsätze für den Umgang mit Interessenkonflikten
  • Vergütungsrichtlinie

Grundsätze für die Ausführung von Anlageentscheidungen
(Best Execution Policy)

1. Zielsetzung
Die Best Execution Policy regelt Grundsätze und Verfahren, die darauf abzielen, im Rahmen von Transaktionen für die Finanzportfolioverwaltung das bestmögliche Ergebnis für das Kundenportfolio zu erreichen. Sie gilt für alle Kunden von Ipanema Capital GmbH.

2. Allgemeine Hinweise
Handelsentscheidungen werden unter Zwischenschaltung von Intermediären (z.B. Banken) ausgeführt. Durch die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Intermediäre wirkt Ipanema Capital auf die bestmögliche Ausführung der Transaktionen hin.

3. Grundsätze der bestmöglichen Ausführung
Europäische Handelskontrahenten unterliegen selbst der Pflicht zur bestmöglichen Ausführung nach MiFID (Markets in Financial Instruments Directive). Unsere Handelskontrahenten schlagen automatisch eine Best Execution Transaktion vor. Wir weichen nur in Ausnahmenfällen davon ab und vermerken dies schriftlich. Abweichungen vom Vorschlag unserer Handelskontrahenten erfolgen unter Berücksichtigung aller zum Zeitpunkt der Ordererteilung zur Verfügung stehenden Informationen. Bei der Entscheidung über die Orderplatzierung orientiert sich Ipanema Capital an Faktoren, die zur Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses relevant sind, darunter insbesondere:

  • Preis des Finanzinstruments
  • Kosten der Ausführung
  • Geschwindigkeit der Ausführung
  • Ausführungswahrscheinlichkeit
  • Abwicklungssicherheit und –service
  • Umfang und Art der Order
  • Sonstige relevante Faktoren

Diese Faktoren werden in Abhängigkeit von der Art des Finanzinstruments und des Handelsauftrags unterschiedlich gewichtet, um eine Auswahl der einzuschaltenden Handelskontrahenten zu ermöglichen.

Darüber hinaus können bei der Gewichtung der vorstehenden Faktoren folgende Punkte Berücksichtigung finden:

  • Ziele, Anlagepolitik des Mandats
  • Spezifische Risiken des Mandats
  • Merkmale des Handelsauftrags und der Vermögensgegenstände
  • Besonderheiten potenzieller Ausführungsplätze

Die Gewichtung wird nicht vorgeben, sondern variiert je nach Auftrag.

4. Vorrang der Kundenanweisung
Im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung kann der Kunde Weisungen hinsichtlich der Ausführungsmodalitäten für ein Einzelgeschäft oder alle Geschäfte erteilen. Eine Kundenanweisung hat stets Vorrang vor der Best Execution Policy und wird von Ipanema Capital im Rahmen der Orderplatzierung umgesetzt.

5. Auftragsausführung
Vergleichbare Aufträge werden der Reihe nach ausgeführt, es sei denn, die Aufträge werden im Sinne der bestehenden Regelungen rechtmäßig zusammengelegt, mit dem Ziel der bestmöglichen Ausführung.

6. Abweichende Platzierung in Einzelfall
Aufgrund von Systemausfällen oder außergewöhnlichen Marktverhältnissen kann es in seltenen Fällen erforderlich sein, eine Order in Abweichung von dieser Best Execution Policy zu platzieren. Die Gesellschaft wird auch unter diesen Umständen alles daran setzen, das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erreichen.

7. Überprüfung der Best Execution Policy
Die Best Execution Policy wird regelmäßig, mindestens einmal jährlich, überprüft. Eine Überprüfung findet auch statt, wenn eine wesentliche Veränderung des Marktumfelds eintritt, die das Erzielen bestmöglicher Ergebnisse im Rahmen dieser Best Execution Policy beeinträchtigen kann. Die Bank wird seine Kunden über wesentliche Änderungen der Best Execution Policy informieren.

Grundsätze für den Umgang mit Interessenkonflikten

1. Präambel
Die Kunden von Ipanema Capital GmbH sollen sich stets darauf verlassen können, dass alle Dienstleistungen der Gesellschaft mit bestmöglicher Gewissenhaftigkeit und Sachkenntnis unter Beachtung der Kundeninteressen erbracht werden. Die Gesellschaft erwartet und fordert von seinen Mitarbeitern die Einhaltung hoher ethischer Standards sowie professionelles Handeln.

Die Ipanema Capital GmbH richtet ihr geschäftliches Handeln an den Zielen und Interessen ihrer Kunden aus und ist bestrebt, Interessenkonflikte, die im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit entstehen können, zu vermeiden. Aus diesem Grund treffen wir angemessene Maßnahmen zur Identifizierung und Vermeidung von Interessenkonflikten, die im Rahmen unserer Dienstleistungen auftreten können. Dennoch ist mit Hinblick auf die Tätigkeiten der Ipanema Capital das Auftreten möglicher Interessenkonflikte nicht vollends auszuschließen. Sollten Interessenkonflikte nicht gänzlich zu vermeiden sein, so begegnet die Ipanema Capital diesen mit angemessenen internen Strategien und Verfahren.

2. Arten von Interessenkonflikten
Aufgrund der Komplexität des Finanzmarktes und seiner vielfältigen Geschäftsmöglichkeiten lassen sich Interessenkonflikte nicht völlig ausschließen. Interessenkonflikte können auftreten zwischen unseren Kunden, unseren Mitarbeitern einschließlich der Geschäftsführung und der Gesellschaft Die Mitarbeiter sind verpflichtet, alles zu unterlassen, was zu Interessenkonflikten zwischen ihren Interessen und den berechtigten Interessen der Gesellschaft oder den Interessen der Kunden und Auftraggebern führt, oder den Anschein eines solchen Interessenkonflikts erwecken könnte.

Potenzielle Interessenkonflikte können sein:

  • Mitarbeitergeschäfte
  • Vertrieb
  • Zuwendungen
  • Umschichtungen, u.a.

Mitarbeiter, die private Mitarbeitergeschäfte durchführen, stehen möglicherweise in einem Interessenkonflikt mit den Anlegern. Bei der Durchführung von Mitarbeitergeschäften dürfen Mitarbeiter nicht besser gestellt werden als die Kunden der Gesellschaft. Bei Interessenkollisionen haben die Kundeninteressen Vorrang. Mitarbeitergeschäfte gegen von ihm auszuführende Kundenaufträge sind nicht zulässig. Es gelten weiterhin alle Regeln des Organisationshandbuchs, das von allen Mitarbeitern zu unterschreiben und einzuhalten ist.

Ipanema Capital vermeidet Interessenkonflikte im Vertrieb, indem die Gesellschaft keine entgeltlichen Zuwendungen bzw. Provisionen der Produktanbieter erhält.

Gelegentlich kann die Gesellschaft von anderen Dienstleistern im Zusammenhang mit dem Wertpapiergeschäft unentgeltlich Zuwendungen wie Finanzanalysen oder sonstiges Informationsmaterial, Schulungen und zum Teil technische Dienste und Ausrüstung für den Zugriff auf Drittinformationssysteme erhalten. Die Entgegennahme derartiger Zuwendungsleistungen steht nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Kunden gegenüber erbrachten Dienstleistungen; diese unentgeltlichen Zuwendungen werden dazu genutzt, die Dienstleistungen in der von den Kunden beanspruchten Qualität zu erbringen und fortlaufend zu verbessern.

Transaktionen, die sich nicht an den Anlagezielen des Kunden orientieren und die für die ordnungsgemäße Verwaltung nicht erforderlich sind und lediglich dem Erzielen zusätzlicher Gebühren dienen, sind nicht zulässig.

Bei Konflikten mit Interessen Dritter sind diese grundsätzlich zugunsten der Interessen der eigenen Anleger und Investmentvermögen zu lösen.

3. Ausgestaltung der Vergütungssysteme
Für die angemessene Ausgestaltung der Vergütungssysteme ist die Geschäftsleitung verantwortlich. Die Gesellschaft wird die Vergütungsstruktur entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gestalten und keine unangemessenen Anreize zum Eingehen von Risiken setzen. Das Vergütungssystem der Ipanema Capital bietet ein ausreichend hohes Grundgehalt (in Abhängigkeit von der Ertragslage), so dass für den Mitarbeiter keine signifikante Interdependenz von einer möglichen variablen Vergütung besteht. Garantierte variable Vergütungen sind nicht vorgesehen. Geschäftsleitung und betroffene Mitarbeiter sind schriftlich über die Ausgestaltung des für sie maßgeblichen Vergütungssystems in Kenntnis gesetzt, wobei die Ermittlung der variablen Vergütung für die Betroffenen und Dritte nachvollziehbar ist. Das Vergütungssystem wird jährlich auf Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Durch die Gegebenheiten bei der Ipanema Capital besteht nicht die Gefahr, dass durch die Zahlung von variabler Vergütung die Fähigkeit des Instituts eingeschränkt wird, eine angemessene Eigenmittelausstattung dauerhaft zu gewährleisten.

 

Vergütungsrichtlinie

1. Präambel
Die Vergütungsrichtline der Ipanema Capital GmbH setzt die Anforderungen der Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV) um. Sie legt die Grundsätze des Vergütungssystems der Gesellschaft fest. Die Ipanema Capital GmbH ist im Sinne der InstitutsVergV kein bedeutendes Institut. Das Vergütungssystem ist angemessen, d.h. es schafft keine Anreize zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risiken. Zu den relevanten Personen im Sinne dieser Vergütungsrichtlinie zählen alle Mitarbeiter der Gesellschaft

2. Allgemeines
Die Ipanema Capital GmbH ist gemäß § 7 Instituts-Vergütungsverordnung als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Absatz 1 b des Kreditwesengesetzes grundsätzlich verpflichtet die Ausgestaltung der Vergütungssysteme zu veröffentlichen. Die Ipanema Capital GmbH ist auf Grund der Größe, der Bilanzsumme und der Art der Tätigkeit kein bedeutendes Institut im Sinne der Instituts-Vergütungsverordnung. Die Gesellschaft nicht systemrelevant und nimmt im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung sowie der Anlage- und der Abschlussvermittlung keine Mandantengelder oder Mandantenwertpapiere entgegen.

3. Konzeption
Das Vergütungssystem ist angemessen und auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Das Vergütungssystem der Gesellschaft ist so gestaltet, dass Kundeninteressen durch die Vergütung relevanter Personen nicht beeinträchtigt werden. Die Vergütung der Ipanema Capital basiert zurzeit einzig auf einer festen Vergütung, in Abhängigkeit von der Überschreitung wesentlicher Finanzkennzahlen, die eine ausreichende Eigenkapitalausstattung gewährleisten sollen.

Es erfolgt einmal jährlich die Überprüfung der Vergütungsgrundsätze sowie ggf. zeitnah deren Anpassung.

In Anwendung des Wesentlichkeits-, Schutz- und Vertraulichkeitsgrundsatzes des § 26 a Absatz 2 des Kreditwesengesetzes sowie zum Schutz personenbezogener Daten wird auf die Offenlegung weiterer Informationen verzichtet, da diese Informationen auf Grund der Größe und der Struktur des Institutes Rückschlüsse auf die Vergütung des Inhabers zulassen würde.