Research

Ratschläge zur Geldanlage
January 2, 2015

10 universelle Wahrheiten für Anleger

Die Suche nach den besten Geldanlagen für das jeweils neue Jahr wird jeden Januar in den Medien wiederholt. Immer das gleiche Schauspiel: die „Finanzprofis“ übertreffen sich mit Vorhersagen, welche Anlageklassen oder Fonds dieses Jahr am besten abschneiden werden. Doch nur selten treffen diese Vorhersagen auch zu. Statt auf selbsternannte “Profis” zu hören, sollten Anleger besser zuerst ihren Anlageprozess kritisch hinterfragen. Als kleine Anregung präsentieren wir hier 10 universelle Wahrheiten für Anleger. Gute Anlageratschläge ändern sich nicht von Jahr zu Jahr – was sich ändert ist allein das Marktumfeld.

1. Sehen Sie sich ihren Depotauszug nicht jeden Tag an
Es schont die Nerven und wenn man einen Baum pflanzt, gräbt man ja auch nicht jeden Tag die Wurzeln aus um zu sehen, wie er sich entwickelt.

2. Vergangene Kursrückgänge werden als Chancen gesehen, zukünftige als Risiken
Wer den Unsinn hierin erkennen kann, ist bereits auf dem besten Weg ein langfristig erfolgreicher Anleger zu werden.

3. Anlegen dient nicht der Unterhaltung
Für die meisten Anleger ist ein breit diversifiziertes Portfolio mit kostengünstigen Indexfonds, das einmal im Jahr angepasst wird, der richtige Ansatz. Streuung bleibt die wichtigste Maxime. Für viele Anleger hört sich dies langweilig an und sie suchen lieber eine tolle „Story“ aus spannenden Bereichen wie Biotechnologie, Solar, deutschen Mittelstandsanleihen oder dergleichen. Aber der Zweck des Anlegens ist es nicht, uns mit spannenden Geschichten für das Gespräch mit Freunden / Geschäftspartnern zu versorgen, sondern langfristig Vermögen aufzubauen.

4. Lesen Sie Vorhersagen aus der Vergangenheit und Sie werden die Vorhersagen heute weniger ernst nehmen
Wer hatte schon Anfang 2014 vorhergesagt, dass Russland sich die Krim widerrechtlich aneignen wird oder dass der Ölpreis um über 40% fällt?

5. Sie sind erst dann richtig diversifiziert, wenn ein Teil Ihres Portfolios nicht so gut läuft
Vielen Anlegern fällt es schwer zuzusehen, wenn ein Teil Ihres Portfolios gerade nicht gut performed und sie neigen dann dazu, das zu kaufen was gerade die beste Performance aufweist. Langfristig klappt es aber so nicht, da man immer als Letzter versucht auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Bei der Diversifikation geht es nicht darum, immer die beste Performance zu erzielen (leider kaum möglich), sondern darum, gravierende Rückschläge zu vermeiden, die die langfristigen Anlageziele unwiederbringlich unerreichbar machen. Diversifikation bedeutet, dass man nie nur die Top-Gewinner hat – aber halt auch nie nur die Top-Verlierer!

6. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Niemals kaufen was man nicht versteht. Hört sich selbstverständlich an? Warum hatten dann aber so viele Anleger Prokon Genußscheine gekauft, wenn sie nicht einmal wussten, was Genußscheine sind? Anleger sollten nie 100% delegieren und immer eine zufriedenstellende Erklärung ihres Beraters verlangen.

7. Kurzfristiges Denken ist das Grundübel der meisten Anleger
Wenn Sie sich auf die nächsten 5 Jahre konzentrieren können, während andere Anleger auf die nächsten 5 Tage fokussiert sind, dann haben Sie bereits viel gewonnen.

8. Investieren hat viel mit Psychologie zu tun
Anlageerfolg hat erstaunlich wenig mit Mathematik oder Finanzwissen und dagegen viel mit der Kontrolle der eigenen Emotionen zu tun. Es ist entscheidend zu wissen, wie man mit dem Gefühl umgeht, bei steigenden Kursen kaufen zu wollen und bei fallenden Kursen in Panik zu geraten. Daumenregel: wenn Sie nervös werden beim Anblick ihres Depotauszugs, dann haben Sie wahrscheinlich zu viele riskante Positionen. Natürlich kann man langfristig nur dann eine gute Rendite erzielen, wenn man auch ein adäquates Risiko eingeht, aber jeder Anleger verträgt nur ein bestimmtes Ausmaß an Kursschwankungen. Die Anlagestrategie sollte daher nicht so sehr nach der Zielrendite ausgerichtet werden, sondern nach der Bereitschaft Kursschwankungen zu akzeptieren ohne im falschen Zeitpunkt das Handtuch zu werfen.

9. Anleger sollten sich darauf konzentrieren, was sie kontrollieren können
Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wo der Dax am Jahresende stehen wird – deswegen macht es wenig Sinn, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Anleger sollten dagegen ihr Augenmerk darauf richten, was sie beeinflussen können und das sind in erster Linie die Kosten. Kostenbewußtsein ist eine Unumgänglichkeit.

10. Fehler eingestehen und dann ändern
Wir machen alle Fehler. Dies ist kein Problem – aber es wird es zu einem Problem, wenn wir die Fehler nicht eingestehen und korrigieren. Zu viele Internet Aktien in 1999 war ein Fehler. Gold zu kaufen nach der 2008/9 Krise war ein Fehler. Zertifikate war ein Fehler wie sich in der Lehman Krise herausgestellt hat – warum aber werden dann noch heute Zertifikate gekauft?

Gerne zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Vermögen zur Erreichung Ihrer langfristigen persönlichen Ziele optimal strukturieren können. Unsere Anlagephilosophie bleibt auch in 2015 unverändert: unterbewertete Anlagekategorien erzielen langfristig überdurchschnittliche Renditen und teure Anlagekategorien erzielen langfristig unterdurchschnittliche Renditen. Welche Anlagekategorien heute noch eine attraktives Risiko-Rendite Profil aufweisen erläutern wir Ihnen gerne in einem ausführlichen Gespräch.

Wir verwalten Vermögen für ehemalige Arbeitskollegen und Privatanleger in Deutschland und Europa und würden uns freuen, Ihnen in 2015 bei der Vermögensplanung helfen zu können. Sie erreichen uns unter info@ipanema-capital.com

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