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Ratschläge zur Geldanlage
July 11, 2014

Ist Ihr Depot zu europalastig?

Vielen Investoren fehlen zurzeit die Anlageideen. Doch dabei werden oft die einfachsten Schritte übersehen, wie sich ein Depot optimieren lässt. Statt den nächsten heißen Tipp zu suchen, sollten Anleger sich z.B. fragen, ob Ihr Depot nicht zu stark auf Europa ausgerichtet ist. Wir zeigen Ihnen gerne, wie ein Depot richtig strukturiert sein sollte, damit es von den internationalen Anlagemöglichkeiten am besten profitieren kann.

Die meisten Anleger wissen um die Vorteile der Diversifizierung („nicht alle Eier in einen Korb legen“). Aber bei der Umsetzung hapert es: trotz unserer globalisierten Welt investieren Anleger mit Vorliebe in ihrer Heimatregion. Dies gilt nicht nur für Privatanleger, sondern auch für die großen Kapitalanlagegesellschaften.

Home Bias Everywhere 2 - JPM

Anleger können das Rendite-Risiko Verhältnis ihres Portfolios deutlich verbessern, wenn Sie globaler denken. Gründe, die in der Vergangenheit den sog. ‚home bias‘ rechtfertigen konnten, wie z.B. höhere Transaktionskosten außerhalb der Heimatregion, gelten heute kaum noch.

Ein globaler Ansatz beim Anlegen hat im Wesentlichen zwei Vorteile:

  1. Bessere Risikodiversifzierung (oder auf Deutsch = weniger Stress). Anleger stehen einer Vielzahl von Risiken gegenüber wie Währungsschwankungen, Zinsänderungen, Politikwechsel, Krieg, etc. Je breiter ein Anleger aufgestellt ist, umso geringer das Risiko, dass ein Land (oder Region) das komplette Portfolio in Mitleidenschaft zieht. Konkret: Alle Anleger machen sich Gedanken über die Zukunft des Euro, aber warum ist dann der Euroraum der größte Anlageschwerpunkt für die meisten Anleger in Deutschland?
  2. Wachstum ist tendenziell höher in anderen Regionen als in Europa. Gründe dafür gibt es viele, angefangen vom demographischen Wandel bis zu falscher Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa.

Es macht keinen Unterschied, ob man hauptsächlich in der Heimatregion investiert ist oder eher global – die Regeln sind die gleichen:

  • Weniger ist mehr: man kann und sollte eine globale Diversifizierung mit nur wenigen Produkten erreichen.
  • Diversifiziert: breit streuen. Nur weil man einen Brasilien und einen China Fonds im Depot hat, ist man noch lange nicht ausreichend diversifiziert.
  • Kosten niedrig halten: bei ETF und aktiven Fonds immer auf die Gebührenstruktur achten
  • Langfristig denken: Die Attraktivität anderer Regionen ergibt sich vor allem auch aus der höheren Renditeerwartung. Aber diese ist logischerweise mit einer höheren Volatilität verbunden. Damit müssen sich Anleger bewusst sein, dass ein Investment hier nur mit einem langfristigen Anlagehorizont von über 5 Jahren Sinn macht.

In unserem Anlageausschuss vereinen wir mehr als 50 Jahre Erfahrung vor Ort an internationalen Finanzplätzen in London, Hong Kong, Sydney und Rio de Janeiro. Wir haben sowohl bei Kapitalanlagegesellschaften direkt gearbeitet also auch diese von außen betreut und können deren Vor- und Nachteile objektiv beurteilen. Gerne helfen wir Ihnen weiter. Wir freuen uns auf ein Gespräch. Sie können uns erreichen unter info@ipanema-capital.com.

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