Research

Ratschläge zur Geldanlage
February 15, 2016

Was Anleger jetzt tun sollten

Es ist wieder soweit – Aktien fallen. Der DAX hat seit Jahresbeginn fast 20% des Wertes eingebüßt. Die ersten Fonds verzeichnen deutliche Mittelabflüsse. Zwar fühlt sich jede Börsenturbulenz anders an, aber letztlich wiederholt sich immer der gleiche Zyklus: irgendwo in der Welt passiert etwas, Anleger fallen in Panik und verkaufen ihre ‚langfristigen‘ Anlagen. Nach einiger Zeit stellen die Marktteilnehmer fest, dass die Welt doch nicht endet, die Märkte stabilisieren sich – und alle wundern sich, warum eigentlich die Aktien überhaupt so stark gefallen sind. Hier also unsere vier Regeln für Anleger:

  • Solange sich an den persönlichen Zielen nichts geändert hat, solange gibt es auch keinen Grund bei einer durchdachten langfristigen Anlagestrategie das Handtuch zu werfen. Von „Stopp-Loss-Kursen“, bei deren Unterschreiten die Aktien, Anleihen, Fonds oder auch das Gold im Depot automatisch verkauft werden, halten wir wenig. Mit solchen Verlustgrenzen werden aus temporären Schwankungen permanente Verluste. Wenn Sie sich auf die nächsten 5 Jahre konzentrieren können, während andere Anleger auf die nächsten 5 Tage fokussiert sind, dann haben Sie bereits viel gewonnen.
  • Vergangene Kursrückgänge werden als Chancen gesehen, zukünftige als Risiken. Wer den Unsinn hierin erkennen kann, ist bereits auf dem besten Weg ein langfristig erfolgreicher Anleger zu werden. Wir hören viele Anleger sagen “hätte ich doch nur in 2008 bei den Ausverkaufspreisen zugegriffen” – schließlich hat sich der DAX seitdem fast verdoppelt. Wenn heute wieder Kurse fallen, wollen oft die gleichen Anleger in Verzweiflung aber verkaufen. So emotional verständlich es ist die Flucht zu ergreifen, so unlogisch verhalten sich hier Anleger.
  • Je tiefer die Kurse, desto höher die langfristige Verzinsung. Auch wir wissen nicht, an welchem Tag die Korrektur an den Finanzmärkten vorüber sein wird. Aber wir wissen, dass die Bewertung von europäischen Aktien mit einer Dividendenrendite von 3,9% und von US Aktien mit einer Dividendenrendite von 2,4% relativ zu deutschen Staatsanleihen mit 0,3% attraktiv ist. Entsprechend haben wir letzte Woche angefangen die Aktienquote wieder zu erhöhen.
  • Wer eine Rendite auf sein Geld erzielen will, muss in der Niedrigzinsphase Risiken eingehen. Wer dazu nicht bereit ist, muss sein Geld auf dem Bankkonto nahezu unverzinst liegen lassen. Die Kursschwankungen sind sozusagen die Eintrittskarte für die langfristig bessere Rendite von Aktien gegenüber von Festgeld. Eine eiserne Regel im Leben lautet: “es gibt nichts umsonst”. Beim Anlegen bezieht sich dies nicht sosehr auf die Kosten, wie auf die in unregelmäßigen Abständen auftretenden Börsenturbulenzen.

Die aktuelle Kursschwäche geht auch auf die Angst vor einer Rezession zurück. Doch Ängste sind selten ein guter Ratgeber. Schaut man sich das “GDP now”-Modell an, ein Werkzeug der regionalen US Zentralbank von Atlanta zur Konjunkturanalyse in Echtzeit, dann impliziert dies ein Wachstum des Bruttosozialprodukts von +2,7% für das erste Quartal von 2016 (Stand 12. Februar). Leider verkaufen sich negative Nachrichten besser als positive Nachrichten… Wenn Sie seriösen Rat suchen auf Basis fundierter Analysen, dann zeigen wir Ihnen gerne, wie Sie Ihre persönlichen Ziele erreichen können.

gdpnow-forecast-evolution

Quelle:

https://www.frbatlanta.org/cqer/research/gdpnow.aspx?panel=1

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